Xandros Ankunft in Quingard

  • Ankunft im Kelemthal in der Stadt Quingard,


    das Reiben der vier Räder auf den Pflaster von Xandros Pferdekarren wurde ganz schön laut durch das Echo im Torhaus.


    Nun ist es gleich soweit, gleich wird er mitten in der Stadt sein, wieder werden die Einwohner in ansehen wie einen Pfeffersack.


    Das Holz des Pferdegespann knarzte und ächzte unter der Last als der Karren in der mitte des Marktplatzes zum Stillstand kommt.


    Wo ist dieser Vogt, Dorian Fuxfell? Antonius hat mir zwar gesagt, dass in der Bastion entsprechnde Räume für mich und das künftige 3. Banner der Zackenberger frei seien, aber Antonius wird vermutlich sehr beschäftigt sein, ebenso wie Stordan selbst, schließlich bin ich es ja, der in Zukunft für solche klein-klein Aufgaben mit ins Boot gezogen wird.


    Xandros löste die Pferde vom Karren und führte diese zur Tränke und begann sich umzusehen nach Dorian Fuxfell

    Die Gerechtigkeit ist der beständige und dauerhafte Wille, jedem sein Recht zukommen zu lassen.


    Die Gebote des Rechts sind diese: Ehrenhaft leben, niemanden verletzen, jedem das Seine gewähren.

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  • Xandros von und zu Wehrheim

    Hat den Titel des Themas von „Xandros Ankunft im Kelemthal“ zu „Xandros Ankunft in Quingard“ geändert.
  • Die Bastion, auf der Mitte des Marktplatzes war nicht zu übersehen, auch waren die Reichstruppen nicht zu übersehen, die um und in der Bastion sich aufhielten. Sie waren in blau weißen Wappenröcken gekleidet und machten gelangweilte bis genervte Gesichter.

    Xandros sah vom weitem, dass man, in Respektvollem Abstand, ein Sonnensegel vor der Bastion aufgebaut hatte und dort wurde er Antonius gewahr.


    Bereits vom weitem winkte dieser den Neuankömmling zu sich, Antonius schien nichts zu entgehen.


    "Sei gegrüßt Xandros, setz dich zu mir unter das Sonnensegel und nehm dir eine Erfrischung."


    Nach dem Xandros sich gesetzt und einen Becher gefüllt hatte, sprach Antonius weiter.


    "Wie ich dir ja bereits auf dem Turnier berichtet hatte, ist die Bastion noch von den Reichstruppen besetzt und wir können sie noch nicht nutzen. Diese werden erst abziehen, wenn sie der Meinung sind, dass wir unsere Aufgabe, Kelemthal ordentlich zu übernehmen und so weiter, erfüllt haben. Kann also noch etwas dauern, auch wenn sie lieber Heute als Morgen nach Hause gehn würden." das letzte sagte er mit einem leichten Lachen. "Ich würde Vorschlagen, dass du erst mal mit in mein Haus kommst. Ich habe mir eines direkt am Marktplatz genommen, so lange die Bastion nicht nutzbar ist."

    Kämpfe für den Sieg, Siege für den Kampf

  • Xandros hörte den Gruß Antonius und dessen Aufforderung sich zu setzen und ging in Richtung des Geweihten.




    "Kor mit euch Antonius, das Angebot möchte ich nicht ausschlagen!"


    Xandros ließ sich in der nähe von Antonius nieder.




    "Jawohl Hauptmann, dass hattet Ihr erwähnt. Jedoch hattet Ihr nicht erwähnt, dass es so viele sind. Dieses Angebot nehme ich sehr dankend an, vorausgesetzt euere Frau stimmt dem zu. Gerne weiße ich aber darauf hin, dass der beladene Karren nur der erste von vielen ist."


    Xandros hielt kurz inne um Antonius zu mustern.




    "Ich habe bereits die ersten Briefe an Freunde und Familie sowie mir aufgetragen den ersten Bericht Richtung Heimat gesendet. So wie es derzeit Aussieht werde ich jeden mir erdenklichen Gefallen im Mittelreich einfordern müssen der mir noch zusteht."


    Den Becher setzte Xandros an und leerte ihn in einem Zug. Den Kopf drehte er jetzt den Reichstruppen zu, um Ihren treiben Aufmerksamkeit zu schenken.

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  • Antonius schaute verwundert und überrascht zu Xandros. "Welche Frau? Ich habe keine Frau!" er lachte rauh.

    "Wegen einer Unterkunft kanst du dich auch an Dorian wenden, der weiß am besten, welche Häuser noch frei stehen. Ich habe mir einfach eins in der Nähe genommen, als wir ihr die ersten waren." er wies grob in die Richtung wo das Haus am westlichen Rand des Marktplatzes stand.

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  • Xandros sah wieder zu Antonius rüber, die Peinlichkeit steht ihm wortwörtlich ins Gesicht geschrieben.


    "Verzeiht das wusste ich nicht! Nun ja ein eigenes Haus wäre deutlich übertrieben für mich alleine. Verfügt Ihr denn über zwei, bis drei Zimmer die ich beziehen könnte?„


    Xandros schenkte sich nochmal den Becher voll.


    "Mir scheint, dass wohl Dorian wie geschaffen ist für einen Vogt.„

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  • "Ja, ich benutze nur ein kleines Zimmer zum schlafen und die gute Stube mit dem Kamin kann man ja gemeinsam nutzen..."

    "Ja die Reichstruppen...es ist eine ganze Kompanie und ihr Hauptmann sehr mürrisch. Er hat keine Lust mehr den Kindergartengärtner zu spielen, was ich gut verstehen kann. Wir ignorieren sie meist und lassen sie in Ruhe, dass ist das beste was wir für sie tun können."

    Antonius grinste "Ja das kann Dorian echt gut."

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  • „Nun gut, dann komme ich der Einladung nach und mach es mir bequem im Haus. Für die gute Stube werde ich das ein oder andere dabei haben, dass Ihr hoffentlich in Zukunft schätzen werdet.„


    Xandros grinste von einem Ohr zum anderen, schelmisch über das ganze Gesicht.


    „Dann fang ich sofort an!„


    Mit diesem Worten erhob sich Xandros, nahm den zuvor gefüllten Becher und leerte ihn wieder in einem Zug und ging zu seinen Pferdekarren, band die beiden weißen Tralloper Riesen (Gurren) wieder vor das Gespann, um es rüber zum Haus zu führen. Dort angekommen, sicherte er den Karren und band die Gurren los und führte diese zurück zum Trog. Xandros ging ins Haus, um sich einen Überblick zu verschaffen um gleich anzufangen.


    OT

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  • Dorian ließ Xandros noch einige Zeit warten. Er wusste aber schon vor dem baldigen Zusammentreffen, was der Kindheitsfreund Stordans von ihm wollte. Er würde nicht unvorbereitet in diese Sache gehen. Er packte sein Buch zusammen und machte sich auf den Weg zum Marktplatz um nach dem Neuankömmling zu sehen. Dorian humpelte dabei immer noch ein bisschen, aber was getan werde musste musste getan werden. Den Schmerz mit einem Schulterzucken ignorierend, ging er über den Marktplatz. Einige Bäcker boten hier schon frische Brote an. So langsam entwickelte sich alles, dachte er sich noch im Vorbeigehen.


    Er wartete, bis Xandros etwas ins Haus trug und setzte sich dann auf eine Truhe, die noch bei seinem Hab und Gut stand. Genüsslich biss er in einen Apfel und wartete, bis er wieder herauskommen würde. Der Apfel war noch jung aber aus dem hiesigen Obsthain. Leicht säuerlich, aber genauso mochte Dorian diese kleine Frucht. Hauptsache keinen Fisch.

    "Wer den Segen des Nebligen genießt, den schützt er auch vor dem Zorn seiner Geschwister."

  • Xandros war fast fertig mit dem ausladen des Karren, dann könnte er es sich halbwegs gemütlich machen, in der temporären bleibe, bis die Reichstruppen abgezogen sind. Hoffentlich wird das bald der Fall sein, schließlich hat Xandros schon Briefe in die Heimat geschickt und alte Gefallen eingefordert.


    Von dem schleppen leicht außer Atem, weil es Ihm mal wieder nicht schnell genug ging. In Gedanken versunken trippelte er die Stiege herunter, so wie er es immer tat, wenn keiner zu sah. "Schneller, als ein Maat aus Harben spucken kann"


    Nichtsahnend, unerwartet ja schon fast erschrocken bleibt er abrupt vor Dorian stehen, damit hatte er nicht gerechnet. Xandros machte einen vorsichtigen Schritt nach hinten, der wenige Abstand wäre für ein Gespräch mehr als Komisch geworden.


    Xandros versuchte sich nichts anmerken zu lassen, setzte eine freundliche Mine auf, er will mindestens genau so freundlich sein, wie die Leute zu Ihm hier sind, allem voran auch Dorian, der sich um Ihn kümmerte als sich keiner zuständig fühlte. Er musterte kurz Dorian, der gerade an einen recht jungen Apfel abbiss.


    "Euer Exzellenz Fuxfell, Vogt Dorian, nach euch hätte ich gesucht, wenn Hauptmann Antonius euch nicht zuvorgekommen wäre."


    "Wie ihr seht, habe ich eine bleibe gefunden, bis die Reichstruppen von hier abziehen. Aber ihr könnt mir sicher mitteilen, wo ich Artemis und Apollo unterbringen kann."


    Xandros deutete auf die beiden Gurren die beim Trog angebunden waren.


    'Ich will die beiden ungern dort stehen lassen, eine Stallung mit Koppel wäre etwas angemessenes für die beiden."

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  • "Erst einmal, ich bin weder Vogt noch eine Exzellenz."

    Dabei biss er genüsslich von seinem Apfel an.


    "Ich brauche mal deine Meinung. Sieh mal drüber."


    Er wählte bewusst keine Etikette in dieser Sache. Es würde viel über den Charakter zeigen, wie er auf diese Sache reagieren würde.

    Es war ein Buch, dass er ihm vor die Nase hielt. Darin war eine Berechnung zu sehen. Links war eine Auflistung von in schwarz geschriebenen Zahlen zu sehen. Rechts wurde mit roter Tinte einige andere Zahlen geschrieben. Die Zahlen unter den Auflistungen unten waren unterstrichen und waren nicht gleich. Die rote Zahl war größer als die schwarze.


    "Was fällt dir auf?"

    "Wer den Segen des Nebligen genießt, den schützt er auch vor dem Zorn seiner Geschwister."

  • Xandros war im ersten Moment verwirrt, ein direkter Diener des Barons in Verwaltung und Finanzen der kein Vogt ist. Ein Phex Geweihter der keine Exzellenz ist, da war sich Xandros ziemlich sicher, dass Dorian in Dere definitiv einen höheren Posten inne hatte. Aber hier auf Mythodea scheint alles wie immer anderes zu sein.


    "Oh Verzeiht, Herr Fuxfell, dass müsst ihr mir dann bitte erklären. Ihr kümmert euch doch hier um die Verwaltung und die Finanzen, gleichwohl seid ihr ein Anhänger des Phex, dass mich wiederum Rückschließen, dass Ihr ein Meister der Münze seid, ergo eine Exzellenz"


    Xandros Umgab sich das letzte Jahrzehnt fast ausschließlich mit Vorgesetzten, Adligen und hohen Gesandten der Kirchen und viel zu wenig mit Freunden vor allem die er solche nennen konnte. Keine Anreden ist er schon lange nicht mehr gewöhnt.


    Xandros nahm sich das Buch, das Dorian ihm direkt unter die Nase hielt. Er laß die Schwarzen und roten Zahlen.


    "Nun, wenn Ihr die Buchhaltung führt so wie es mir gelehrt wurde, steht auf der linken Seite in Schwarz das Soll und auf der rechten Seite das Haben, jenes aber ist bei euch in rot angeführt, aber auf den Strich gebracht, sind die Ausgaben höher als die Einnahmen."


    Xandros hielt kurz inne um auf Dorian zu sehen, wie er auf diese Aussage reagiert.


    "Es wäre nicht das erste mal, dass ich so etwas sehe, kürzen, streichen und rationalisieren wäre hier der falsche Weg. Um einen fortlaufenden Gewinn zu erzielen, muss die Basis das Fundament stimmen."


    Xandros machte wieder eine Pause.


    "Um das zu Gewährleisten bin ich gerne bereit zu Investieren. Wohl oder übel auch aus eigener Tasche, schließlich ist Quingard ab sofort meine Heimat. Mein neuer Lebensmittelpunkt, wenn dem nicht so währe hätte ich letztes Jahr genau so gut die Armee verlassen können und würde mich um mein Familienerbe kümmern. Dann hätte ich auch nicht bei der Befreiung Tobriens im Hauptheer marschieren müssen"


    Xandros wurde mit jedem gesprochenem ein bisschen lauter und ernster um zu unterstreichen wie nahe ihm das Ganze geht.


    Ihn ganz ruhigen und eindringlichen Worten sagte er dann zu Dorian.


    "Nun so helft mir, die Truhe auf der Ihr sitzt ins Haus zu tragen, solche Sachen bespricht man besser hinter geschlossenen Türen, außerdem muss ich euch jetzt etwas zeigen."

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  • "Oh, einen Titel habe ich hier nicht inne Xandros. Und wenn ihr mich bei einem aventurischen Titel ansprechen wollte, so wäre es 'Euer Gnaden'. Ich verzichte aber darauf, danke."


    Ein kurzes Zwinkern untermalte seine Aussage.


    "Mehr investieren, und zwar aus eigener Tasche. Aus staatskunstlicher Sicht wäre das die Erhöhung des Zehnts. So etwas ähnliches habe ich tatsächlich ebenfalls im Kopf gehabt. Mal sehen."


    Dann klappte Dorian sein Buch zu und erhob sich langsam von der Truhe.


    "Ich würde gerne helfen Xandros. Aber erstens sind es diese Zahlen die mich beunruhigen, und zweitens habe ich es mit dem Knie. Ich werde kaum eine Hilfe sein um ehrlich zu sein. Ich werde morgen noch einmal auf euch zukommen, wenn ich diese Zahlen noch einmal 'überarbeitet' habe. Bis später.


    Im Drehen hob er bereits sein Buch in die Höhe und verabschiedete sich, indem er das Buch ein paar Mal hin und herschwenkte.

    "Wer den Segen des Nebligen genießt, den schützt er auch vor dem Zorn seiner Geschwister."

  • Bis Später?!?“ Mehr fragend als Antwortend sagt er die Worte, was er damit meinte?


    Und wo kann ich jetzt meine Gurren unterbringen?!“ rief er Dorian noch hinter her.


    Dieser Dorian macht es einem auch nicht leicht, nicht nur meinem Vater im Namen ähnlich auch im Charakter.


    (Den hatte Xandros wirklich nicht vermisst, seit 2027BF starb.)


    Nun stand Xandros wieder allein auf Verlassen Posten, manieren sind das hier dachte er sich.

    Der Tag schritt weiter voran bis der Karren leer war. Die letzte Kiste mühsam ins Haus getragen.

    Machte er es sich durchaus gemütlich.


    Wenn man das Haus betritt, kommt man direkt in das Wohnzimmer, an der langen Seite die man direkt beim betreten des Raumes sieht, hängt das Kor Banner von Antonius daben ist sein Rüstständer samt Rüstung aufgebaut, die macht schon einen sehr imposanten Eindruck danach ein Waffenständer mit dem Kor-Spieß nicht weniger Imposant als das Banner oder die Rüstung.


    Xandros brachte seine waffen ebenfalls in den Waffenständer unter, seine Flammberge wirkte nahezu lächerlich im direkt vergleich zu dem Kor-Spieß von Antonius. Die Fahnenstange ließ er zerlegt, stellte diese auch mit in den Waffenständer, die Fahne lose, hing selber auch mit dabei einen Putzlappen zum verwechseln ähnlich.


    Xandros versank wieder in Gedanken, fast schon Automatisch,.... tat er dinge, dinge die Soldaten tun...

    In Gedanken wie, sollte er auch Titel und anreden ablegen? Stordan gab schließlich auch den Baronstitel auf? Dorian verzichtet auch auf seine Anrede auf die er bestehen könnte. Antonius wird auch nur beim Vornamen angesprochen, ein Ritter des Reiches wie er selbst einer ist.... ...war dachte er sich jetzt.


    Seine Reiterrüstung holte er aus der großen Korbtruhe montierte er auf den mitgebrachten Rüstungsständer, man will ja schließlich diese zeigen, dass man den ein oder anderen treffer schon mal wegstecken kann. Obwohl die Rüstung mittlerweile ein schatten Ihrer selbst ist.


    Angefressen von der Situation nahm er den einst so Stolz getragenen Wappenrock der Greifengarde in beide Hände und musterte den Greifen. Den Wappenrock hat er erst letztes Jahr bekommen, nach der Schlacht um Tobrien war der alte mehr als nur ein bisschen hinüber. Er taugte gut als Wundverband für seine Kameraden. Xandros stand auf und fing an seine Rüstung abzuwischen mit dem Wappenrock den er in der Hand hielt, dass weiß vom Stoff färbte sich rot bis braun.


    Das restliche zimmer wirkte ursprünglich recht karg, gerade mal ein Fell und Kissen vor dem Kamin, vermutlich schlief Antonius dort wenn die Nächte kalt waren. Ganze fünfzehn Teppiche hatt er mitgebracht, ein Luxus den sich Xandros gönnt, es gibt nichts besseres als Barfuß zu laufen nach getaner Arbeit. Auch einen Marmortisch mit Sitzkissen hatte Xandros mitgebracht, zum Kamin stellte er sein Kochgeschirr, es ist lange her, dass er für Freunde Kochte.


    Xandros ging zum Fenster um zu sehen wie es den beiden Gurren geht, diese schienen aber noch recht gelassen zu sein. Er ist froh um die beiden, aktuell seine besten Freunde die er hat.


    Die zwei Scherenstühle ans Feuer aber nicht zu nah dachte er sich. Zwischen den Stühlen stellte er ein niedrigeres Tischlein, dessen gestell aus Metall war und der Tisch selber eine runde Servierplatte. Ein zweites Tischlein, ähnlich dem ersten stellte er in die nähe des Marmor-Tisches, auf den Marmor-Tisch platzierte Xandros seine Schreib utensilien, ebenfalls ein kleines Büchlein ein Bündel Briefe und zwei Pergamentrollen.


    Neben den Buntgläßernen Laternen, die er noch aufghängt hatte war es ein Regal das er als letztes aufstellte im Wohnzimmer, ein Regal mit einem Service, ein Service das komplett aus Messing bestand, zwei Kannen eine höher wie die andere, zwei Schälchen eins offen mit einem Schnabel das andere rund mit Deckel, dazu zwei Karaffen aus Kristallglas mit einer merkwürdigen Einrichtung die am Deckel fest hängt, vier Tassen ebenfalls aus Kristallglas aber mit Messing umflochten.


    Hier würden sich Tulamieden definitiv wohl fühlen.


    Beim Eingang klappte er einen seiner beiden Offizierstische auf, darauf eine Brokat Tischdecke so wie er es gewohnt war, darunter in griffweite einen Stiefelknecht. Vor dem Eingang selber Platzierte er Wildschweinfell, dass Praktische an Wildschweinfellen ist, das diese besser funktionieren als das Fußabtreter sollten.


    Ein leeren Raum nutzte Xandros als Schlafzimmer, auch hier liegen jetzt Teppiche, darauf die Kisten, teils mit schweren Eisenbändern und zwei Schlössern gesichert, in einer Ecke des Raumes stand der zweite Offizierstisch, darauf eine Topfschale für Wasser zum waschen, ebenso Pflegeutensilien wie Bürste, Kamm, Rasiermesser, Öle und Duftwasser.


    An einer Wand entlang stellte er sein Feldbett auf, schon Komisch wie lange es wohl her sein wird, als er das letzte mal in einem Bett geschlafen hat, dass höher gebaut ist als seine Stiefel groß sind.


    Er drapierte seine Kopfkissen, seine Schaffelle und decken,.... decken! Die Gurren!


    Xandros ging mit zwei decken unter dem Arm nach draußen zu seinen Gurren, es ist mittlerweile Abend, die beiden brav wie eh und je. Die Beiden konnte man einfach nur lieben. Xandros schmiss jeweils eine Reitersteppdecke, die die Insigne der Greifengarde und die seine Trugen über ein Pferd.


    Xandros viel auf, dass jemand heu in den Futtertrog gelegt hat, der Wassertrog scheint auch gefüllt.


    Er verweilte noch ein Paar Augenblicke bei den beiden. Bevor er wieder ins Haus ging. Xandros heizte den Kamin ein, und setzte sich an den Marmortisch und begann seine Gedanken von dem Tage nieder zu schreiben. Alles was ihm durch den Kopf gegangen war. Nachdem er fertig war blickte auf die Pergamente Ahnenblatt.

    hmpf! Dachte sich Xandros hier werden mir diese auch nichts mehr bringen, er sah zum Feuer, das knisterte, dann zu den Rollen und schließlich wieder zum Feuer, hmmm und wenn ich doch wieder gen Heimat reisen sollte? Dann werden die auch nichts mehr bringen. Xandros nahm die Briefe und die Rollen, er legte die beiden Schriftrollen zum Feuerholz so als würde es anzündholz sein. Dir Ölfarben würden sicher einen guten Brandbeschleuniger machen.


    Er setzte sich auf den Boden vor dem Kamin, die wärme tat gut. Und begann mal wieder seine alten Briefe zu lesen. Das Feuer war warm und wohlig, so warm, dass Xandros nurnoch in Hose und Untertunika da saß. Völlig geschafft und übermüdet vom Tag und der letzten Wochen schlief Xandros ein, dabei war noch nicht einmal Abend.


    OT

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  • Noch bevor Xandros schlafen gehen konnte, wurde er noch einmal geweckt. Ein energisches Klopfen an der Tür müsste ihm aus dem Schlaf geholt haben.


    Vor der Tür stand ein junger Mann, gerade im Erwachsenenalter. Er hatte blondes Haar und ein paar hohe Reiterstiefel an. Irgendwie sah er aus wie ein verwöhnter Junge, aber irgendwie auch wie ein hart arbeitender Knabe. Dieser Spagat war irgendwie merkwürdig mit anzusehen.

  • Schlaftrunken schleifte sich Xandros nur mit Hose und Untertunika gekleidet an die Tür um zu sehen wer geklopft hatte.


    „j..Ja? Ha-Hallo?!


    Xandros lehnte im Türrahmen um nicht umzufallen.

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  • "Guten Abend, Vitus Daske mein Name. Herr Fuxfell schickt mich für die Unterbringung der beiden wunderschönen Gurren."


    Mit einer leichten Verbeugung und dem anschließenden Deuten auf die Pferde stellte sich der Knabe vor.


    "Ich werde sie zu den anderen Tieren in die Stallungen bringen, diese liegen direkt westlich vom südlichen Stadttor aus. Pflege und Futter sollen sie natürlich auch bekommen."

  • „Guten Abend, Vitus. Oh wunderbar!“

    Freudig darüber, dass seine Gurren eine Vernünftige Unterkunft bekommen.

    „Sagt mir, was euer lohn dafür sein soll.“

    Xandros gähnte und hielt sich die Hand vor dem Mund und drehte sich zur Seite.

    „Entschuldigung“

    „Westlich vom südlichen Stadttor sagtet Ihr? Verzeiht die viele fragerei, seid Ihr er der Stalljunge?“

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  • "In diesen Zeiten nehmen und geben wir was wir können. Wir sollten uns freuen, dass nur wenige nicht so denken. Gebt mir was ihr denkt. In einigen Monden werde ich euch darauf eine andere Antwort geben."


    Er lächelte einmal kurz.


    "Stalljunge, nein nicht direkt. Ich betreue viele Pferde und ich bin hauptsächlich als Botenreiter unterwegs. Aber das steht auf einem anderen Platz. Stalljungen gibt es andere.

    Die Stallungen sind direkt links wenn ihr am südlichen Stadttor reinkommt, genau."


    Er lächelte noch einmal und ging zu den Gurren. Beide Pferde schienen direkt eine Zuneigung zu diesem Burschen zu haben. Er streichelte sie einmal an der Wange und fing an die Zügel loszumachen.

  • Nun so wartet einen Moment.“


    Xandros verschwand kurz ins Haus um etwas Kleingeld zu holen.


    Xandros sah den Jungen bei den Gurren.


    Seltsam normal sind sie nicht so zutraulich zu fremden.


    Xandros ging zu dem Jungen, obgleich er keine Schuhe anhatte.


    Hier für die Umstände, hier für Wasser und Futter und hier für die Arbeit.“


    Xandros gab in folgender Reihe Münzen aus.


    3S, 8D, 1D


    „Das sollte den ersten Monat reichen, Ihr gebt bescheid, falls es Probleme geben sollte oder falls Ihr hilfe benötigen solltet.“


    „Lohnt es sich denn, hier Botenreiter zu sein?“


    Xandros überlegte gerade, ob und wie er hier ein festes Einkommen generieren kann. Damit er weder auf seine Vorräte, noch auf die Lieferungen aus Aventurien angewiesen ist.


    Eine Botenreiterei wie die Beilunker wäre sicher rentabel und man wäre immer dicht an der Informationsquelle.


    Xandros waren viele Handwerke aus der Heimat bekannt, er wusste dise auch geschickt zu verwalten, aber ein Geselle oder gar besser war in keinem Handwerk, nicht worin man hier auf Mythodea reich werden könnte.



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  • "Naja lohnen..."


    Er streichelte die Pferde weiter während diese immer wieder liebevoll den Kopf an seinen legten. Als er die Münzen in die Hand gedrückt bekommt staunt er kurz, fasst sich dann aber.


    "Ich werde pro Auftrag bezahlt und die Pferdezucht wirft noch etwas für mich mit ab, da helfe ich wann ich kann immer aus und reite Pferde zu. Das ist eigentlich meine hauptsächliche Tätigkeit. Nur wenn man wirklich einen schnellen Boten braucht, ruft man mich. Und selbstverständlich würde ich euch informieren, wenn es Probleme mit den beiden Gurren gibt. Ich glaube aber, das wird es nicht geben. Die Koppeln werden gerade gewartet und die nächsten Wochen können sie dann alle mal wieder frei weiden. Darauf freue ich mich glaube ich am meisten."


    Er grinste dabei über beide Ohren.