Evakuierung!

  • Alle waren zurück gekehrt.

    Die Lanzenbauernwehr hatte kaum Verluste erlitten, anders war es den drei Zackenberger Kompanien ergangen. Die unter der Führung von Weibel Björn Torbensson hatte bereits in Rosdale, an der nördlichen Verteidigungsstellung zwei drittel ihrer Mannstärke verloren und hatte auf dem gesamten Rückweg noch einmal ein Dutzend Verloren, oder waren schwer Verletzt, so war sie nur noch gerade mal 20 Krieger stark. Die Kompanien 1 und 2 hatten auf dem March durch die schwarz Markt zwar nur geringe Verluste erlitten, hatten dafür aber die Hauptkraft der Kämpfe mit dem schwarzen Eis der letzten drei Tage innerhalb der Baronie geführt und waren dadurch stark geschwächt worden. So hatte die 1. Kompanie ihren Weibel und 24 Krieger verloren und war nur noch 26 Krieger stark. Die 2. Kompanie hatte es noch schlimmer getroffen, zwar war ihr Weibel am Leben geblieben, aber dafür haben sie über der Hälfte ihrer Krieger verloren und waren nur noch 23 Krieger.

    Als die wilden Krieger der Fianna und die Lanzenbauernwehr in die Kämpfe eingriffen retteten sie damit den drei Kompanien das Leben und weil die Soldaten dieser Kompanien sich dessen sehr Bewusst waren war die Feier am Abend der Schlacht um so ausgelassener, den diese knapp 70 Soldaten hatten viel Grund dafür.

    Auch Sir Antonius war nicht ohne Wunden aus den Kämpfen hervor gegangen, so wie man es von ihm aus den vergangen Schlachten auf der Weltenschmiede und beim schwarzen Herz gewohnt war hatte er sich immer wieder in die Brechen geworfen, die von Sharunen, oder Kalephs und Septas gerissen worden waren, um seine Krieger vor schlimmeres zu bewahren und so fand er sich, anstelle zu feiern, bei den anderen Verletzten im Lazarett von dem Therbuniten Khaid Harunianson wieder, wo er sich nur unter Protest und dem ständigen stichelnden Bemerkungen des Peraine Geweihten behandeln ließ.

    Für die Heimat, für die 12

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Erzähler ()

  • Am selben Tag noch wie die Schiffe angekommen waren, hatte man eilig alle 200 Waisenkinder, man brachte auch rund 300 Zackenberger auf den Schiffen unter, Kinder, Alte und Kranke, auch Verletzte der Kämpfe wurden, soweit sie bereits Transportfähig waren, auf die Schiffe gebracht, zusätzlich wurde die frisch eingefahrene Ernte verladen und die Handelsgüter schaffte man auch auf die Schiffe. Man schaffte es alles an einem Tag zu verladen, es war ein großer Kraftakt. Ganz zum Schluss bestieg auch Dorian Fuxfell eins der Schiffe und man legte in der Abend Dämmerung ab.

    Als die Flotte den Fluss hinunter fuhr und man auf der Höher der Truppen des schwarzen Eises war konnten sich einige Schiffe nicht zurückhalten und beschossen die Stellungen, mehr eine trotzige Geste, als wirklich ein ernst gemeinter Angriff, doch fanden einige der Geschosse Ziele und jeder Treffer wurde groß von den Schiffsbesatzungen und auch von der Palisade aus, bejubelt.

    Für die Heimat, für die 12

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von Erzähler () aus folgendem Grund: Aktualisierung und Verfeinerung

  • Einige Tage waren bereits vergangen seit die Schiffe gen Shäkara abgelegt hatten. Die Tage waren mit immer währenden Kämpfen erfüllt, doch konnten die Zackenberger unter ihrem Baron Stordan von Zackenberg und Frederica ( Chris Chann ) ihre Stellungen halten. Zusammen mit den Söldner, unter ihrem Hauptmann Cerberus ( Christian Settertobulte ), den Streitern der Aventurischen Allianz unter dem Kor Geweihtem Antonius und seinem Stellvertrete, dem Rondra Geweihtem Garion von Arivor und den neuen Verbündeten, den Fianna, kämpften sie tapfer an allen Fronten, oft gleichzeitig.

    Das schwarze Eis griff hauptsächlich vom Westen aus an. Doch die neuen Verteidigungsanlagen um den Hafen zeigten ihre Wirkung und sie kamen nur sehr schwer bis gar nicht voran. Aber auch von Süden aus kamen öfter Angriffe, waren sie jedoch schwach. Der Tatsache geschuldet, dass die zwei Schwärme, die den Angriff vom Süden aus tragen sollten, so früh vernichtet wurden.

    Doch war das Lazarett ständig gut gefüllt und auch die Zahl der Toten wuchs. Da man jedoch vom Boronsanger , der vor den Mauern der Stadt lag, abgeschnitten war, brachte man die Toten in den Tempel Bezirk, im Westen der Stadt, wo die Golgarithen sie dann bestatteten.

    Für die Heimat, für die 12

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von Erzähler ()

  • Dorian stand an Deck eines Schiffes aus Shäekara. Er war der Einzige aus der Führung, der bereits jetzt mit abgereist war.

    Schuldgefühle machten sich in ihm breit, doch warum? Er war auf Befehl von Federica hier, um die ersten Kommunikationen zwischen den Oshead und den Zackenbergern zu leiten. Die nächste Zeit würde nicht einfach werden.

    Wieder schaute Dorian runter auf sein Schwert an seiner Seite. Er war des Kämpfens überdrüssig, obwohl er noch gar nicht so viel gekämpft hatte.

    Viele Schlachten waren gescheitert, weil die eine Seite nicht zusammengehalten hat, nicht zuletzt die Schlacht am Schwarzen Herz...

    Von nun an würde er versuchen die Menschen zu einen, statt einfach in den Kampf zu gehen.


    Dorian schaute noch einmal auf die eine Seite, wo er die Küste vor sich liegen hatte, und dann auf die andere. Die weiten des Meeres waren doch immer faszinierend.

    Noch 4 Tage auf See...

  • Die Tage verging im ständigen Kampf, doch die Wälle hielten.

    Das schwarze Eis hatte Neu-Zackenberg im festen griff.

    Doch gelang es einigen Mitgliedern der Ottajasko auf phexgefällige Art heraus zu finden, dass der Feind Obelisken errichtet hatte, wodurch er in der Lage war die Essenz immer wieder zu bündeln und neue Rahks erstehen zu lassen.

    Aus der Erfahrung des Convents der Freien, wo in der Baronie schon einmal so ein Obelisk erschienen war und auch wieder beseitigt wurde, wussten die Aventurier, dass sie gegen diese Obelisken nur mit der Anrufung der Elemente etwas ausrichten konnten.

  • Antonius ging, schweren Gedanken nachhängend, durch die Siedlung. Leer war sie, nur noch wenige waren in Neu-Zackenberg. Alle Zivilisten waren Evakuiert worden, nur noch Boronaya Fuxfell 's Taverne war offen.

    Er ging in Richtung Hafen, weil er mit Federica ( Chris Chann ) einiges zu besprechen hatte.

    Er war vor kurzem mal wieder in einer Taverne gewesen, die zwischen den Welten lag, diesmal hatte er einige seiner Gefährten aus der belagerten Stadt mit genommen, wie so oft hatte er da Gwen und Mallo getroffen, seine Freunde bei den Oshead, das Gespräch mit den beiden hatte neue Ideen erzeugt, die nun umgesetzt werden mussten. So hatte Mallo auf ihre Wasserknappheit hingewiesen und so wollte er mit Federica besprechen, dass alle leeren Fässer zusammen getragen werden sollten, um sie, zusammen mit denen die die nächsten Schiffe bringen würden, den Mallo würde das selbe in Gutenbucht veranlassen, mit Wasser gefüllt werden sollten. Zum einen, um sich selber dort dann zu versorgen, aber auch um der Bevölkerung von Shäkara nicht zu sehr zur lasst zu fallen. Dann war ihm noch eine Idee gekommen. Er würde Setzlinge mitbringen, denn er glaubte, dass diese das beste Geschenk wären, um ihre Dankbarkeit den Oshead in ihrer Trockenen Wüstengegend ausdruck zu geben.

    Aber es gab auch düstere Gedanken, so sehr er sich auch freute bei seinen Freunden und Kampfgefährten Unterschlupf zu finden. Schien es, dass dort auch Probleme auf sie warten würden, aber er war sich gewiss sie zusammen mit Stordan, Federica und Dorian lösen zu können.

    Kämpfe für den Sieg, Siege für den Kampf

  • Am selben Abend machte sich auch Göhjnthir auf den Weg in die Kneipe. Vom Kampf der letzten Tage geschunden suchte er noch einmal Trost im Boden eines vorher gefüllten Bechers. Es war keine Freude wie einst in seiner Miene. Doch wollte er anstelle der gefallen, welche tapfer für den Schutz ihrer liebsten, an ihrer Stelle zumindest einen Ehrenschluck nehmen.

    Das Boot mit dem sie gekommen war, war vorbereitet und mit ihrem hab und gut beladen. Er plante mit einer der letzten zu sein, welche noch die Stellung hielten und mit seinen Mannen das Schiff schnell zu besteigen und in Sicherheit zu Segeln. Alles war vorbereitet...

    Neu-Zackenberg.... Kaum ein Jahr war vergangen seitdem dieser Fleck Land sein Zuhause wurde. Und jetzt musste man es aufgeben. Viele Freunde wurden hier gefunden, Kameraden und Freude. Einige konntenin Sicherheit gebracht werden, andere kämpfen noch oder sind gefallen.


    Er begegnete Antonius auf seinem Weg.


    " Ich Grüße euch. Ich will euch nicht lange aufhalten. Ich wollte euch nur mitteilen das wir bis zum Schluss kämpfen werden und mit eines der letzten Boote sein werden, welche Neu-Zackenberg verlassen. Wie ich euch kenne werdet ihr wohl auch ähnliches vorhaben. Auf unserem Drachenboot ist noch Platz für euch wenn ihr wollt. Ladet eure Sachen einfach schon mal auf "

  • Antonius grüßte zurück, schaute dann dem Hauptmann der Söldner ernst entgegen "Göhjnthir ich Danke dir für dieses Angebot, wo wird euer Schiff hinsegeln? Führt euch auch der Weg nach Shäkara? Euer Kontrakt War auf Neu-Zackenberg bezogen, doch das wird es bald nicht mehr geben. Euer Kontrakt somit gelöst. Bleibt ihr bei uns, oder werdet ihr uns verlassen? "

    Kämpfe für den Sieg, Siege für den Kampf

  • " Nun erst einmal sorgen wir dafür das alle aus Neu-Zackenberg sicher fliehen können."

    Er schaute ernst zurück. "Neu-Zackenberg ist nicht nur ein Stück Land. Es sind auch die Menschen. Von daher kann ich die Interpretation soweit ausreizen. Und ich glaube kaum das meine Mannen damit ein Problem haben euch nach Shäkara zu begleiten. "

    Er lachte

    " Ob ihr ohne Land uns allerdings lange bezahlen könnt weiß ich nicht. Anschreiben ist nicht. Aber das können wir mit Stordan dann dort vor Ort abklären"


    Bei dem Gedanken an Nordmänner in der Wüste musste er Lächeln.

  • - Dritte Woche der Belagerung -


    Die ersten Schiffe waren bereits vor Wochen von Neu-Zackenberg in Richtung Shäekara aufgebrochen. Die Hilfe war wie versprochen gekommen und hatte alle Waisen, Alten und Kranken sowie Kinder evakuiert.

    Vor den Toren der Stadt kämpften allerdings die Kompanien Neu-Zackenbergs, teils einfache Bauernwehr, zusammen mit Hilfe aus dem Blutpakt gegen die Wellen des Schwarzen Eises.

    Sämtliche Verteidigungswälle waren eingerissen und die Kämpfe hatten sich bis an die Grenzen der neu angelegten Verteidigungslinien am Hafen hingezogen.

    Die Nächte wurden länger und Praiosstrahlen kamen nur selten durch die dunklen Wolken, die einen Schatten auf die doch so junge Baronie warf.

    Antonius hatte die Truppen taktisch geordnet und aufgestellt, sodass die Verteidigungslinien von Ragnar und Eslam perfekt verteidigt wurden. Im Lazarett arbeitete Khaid stetig zusammen mit Vergus an den Verwundeten und Assimilierten.

    Stordan von Neu-Zackenberg stand in vorderster Front zusammen Bran, Grendelon und mit allen Gefährten die noch da waren. Die ordnende, organisierte Stimme von Federica kommandierte alle, die im Hafen hinter den Reihen standen, unter anderem Boronaya und Traviane Sandström, die tatkräftig die eigenen Leute hinter der Front versorgten. Es war ein perfekt ausgearbeiteter Evakuierungsplan.


    Blut vermischte sich weiter auf dem Boden der Baronie mit der Schwarzen Essenz und als die Truppen schon müde der tagtäglichen Verluste zu resignieren begannen, hörte man die ersten Kanonen vom Fluss. Da war sie, die Flotte Shäkaras, die ein letztes Mal kommen und die letzten Überlebenden holen würde. Die Kanonensalven trafen ihre Ziele und schenkten allen Männern und Frauen neuen Mut. Die Rettung naht.


    - 6 Stunden später -

    In einem über Stunden dauernden Rückzugsgefecht hatten sich die Allermeisten auf die Schiffe retten können. Nur ein paar wenige, deren Seelen nun in die göttlichen Paradiese einkehren würden, starben aufopferungsvoll den Heldentod. Vom Schiff aus sahen sie zurück, zurück zu ihrer neuen alten Heimat. Neu-Zackenberg wurde nun gänzlich überrannt. Alles was sie sich aufgebaut und erbaut hatten, war nun in den Händen des Schwarzen Eises.


    Neu-Zackenberg war gefallen.